Die Burg Wolfratshausen

Auf dem strategisch günstigsten Geländesporn des Schlossberges entstand schon im 10. Jahrhundert eine Wallanlage.

In ihrem nördlichsten Winkel errichteten die Grafen von Wolfratshausen um 1100 eine kleine Burg zur Sicherung eines Flussüberganges. Zunächst bestand sie nur aus einem durch eine hölzerne Palisade (Pfahlhindernis) und einen Graben geschützten Wohnturm.
 
   
  Der Untergang der Burg

Am 8. April 1734 berichtete der damalige Pfleger Braunmüller dem Kurfürsten Karl Albrecht vom Ende der Wolfratshauser Burg. In seinem Brief beschreibt er anschaulich die durch den Blitzschlag entstandenen Verwüstungen.

Bereits am 6. April sein eine Mauer samt der Backstube in den Schlossgraben abgerutscht. Am Mittwoch den 7. des Monats sei um 8 Uhr ein solches Donnerwetter entstanden, dass leider der Donner in den Pulverturm, wo 350 Zentner Pulver waren, geschlagen habe.
 
     
  Durch die Explosion seien nicht nur der Turm, sondern auch das ganze Schloss, das innere und äussere Kirchlein, ausserdem das Wachthäuschen und die Burgbrücke in einen wüsten Haufen von Steinen verwandelt worden. Pferde und Kühe, Kälber und Schafe seien zu Grunde gegangen. Auch die Getreidevorräte seien vernichtet worden. Noch dazu seien vom Luftdruck, von fortgeschleuderten Steinen und Mauerstücken in Weidach, in Dorfen und im Markt die Häuser, Fenster, Dächer, Türen und Öfen, dazu das Pfarrgotteshaus und sein Turm ruiniert und beschädigt worden. Ein Kind des Hausmeisters sei nicht mehr auffindbar gewesen und müsse wohl verschüttet worden sein.  
     
     
  Wolfratshausen im Mittelalter

In einer Urkunde König Heinrichs II. erste Erwähnung des Namens Wolfratshausen ("Wolveradeshusun") im Jahre 1003. Er bezieht sich vermutlich auf den heutigen Ort Dorfen.

 
     
  Von der Neuzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges

Bau der Stadtpfarrkirche St. Andreas im Jahre 1484. In der Folgezeit entstehen Humpl- und Schererbräu.

 
     
  Wolfratshausen nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Jahre 1946 ist die Ernährungslage schlechter als in der Kriegszeit.